Programm

17. Mai 20:30 Uhr im About Blank, Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin | Boy meets Boy

18. Mai 20:30 Uhr im About Blank | Futur Drei

19. Mai 20:30 Uhr im About Blank | Parallele Mütter


BOY MEETS BOY

Ein Club in Berlin. Harry feiert schon seit 48 Stunden. Am nächsten Tag muss er zurück nach Großbritannien. Da steht plötzlich Johannes vor ihm und küsst ihn in der verschwitzten Euphorie der Tanzfläche. Die nächsten 15 Stunden sind die beiden unzertrennlich. Sie streifen durch die Straßen, reden, knutschen, trinken Kaffee und plündern ein Hotel-Buffet. Je länger sie zusammen sind, desto intensiver wird ihre Beziehung – und umso schmerzlicher das Bewusstsein, dass ihnen dafür nicht mehr viel Zeit bleibt.

Das Spielfilmdebüt des spanischen Regisseurs Daniel Sánchez López steht in der besten Tradition des realistischen Liebesdramas: gefilmt an Originalschauplätzen mit zum Teil improvisierten Dialogen und zwei hinreißenden Neuentdeckungen – Matthew James Morrison und Alexandros Koutsoulis. Eine echte queere Berliner Indie-Perle!

Futur Drei

Parvis wächst als Sohn iranischer Einwanderer in Deutschland auf und interessiert sich vor allem fürs wilde Partyleben. Wegen kleiner Delikte wird er zu Sozialstunden verdonnert, die er als Übersetzer in einer Flüchtlingsunterkunft in Hildesheim abarbeiten soll. Dort trifft er auf die iranischen Geschwister Banafshe und Amon. Die drei werden Freunde, Parvis und Anon verlieben sich. Doch sie leben in getrennten Welten.

Vielfach prämiertes, zeitgemäßes Drama, mit dem sich das multikulturelles Nachwuchsfilmkollektiv Jünglinge Film vorstellt. Faraz Shariat wurde für sein Regiedebüt, ein autobiografisch inspiriertes Coming-of-Age- und Liebes-Drama, u.a. bei der Berlinale ausgezeichnet, sein Ensemble beim First Steps Award gewürdigt.

Parallele Mütter (engl. subt.)

Starkes Drama von Pedro Almodóvar und mit Penelope Cruz um zwei unterschiedliche Frauen, die am selben Tag ihr Baby bekommen.

Fotografin Janis bittet Forensik-Experten Arturo um Hilfe, eine Genehmigung zu erhalten, um ein Massengrab neben dem Dorf ihrer Familie ausheben zu dürfen. Sie kommen ins Gespräch, einander näher und am Ende des Abends landen sie im Bett. Janis wird schwanger und freut sich darauf, Mutter zu werden, wenn auch alleinerziehend. Ihre 17-jährige Nachbarin im Zimmer der Entbindungsstation, blickt ihrer Mutterschaft mit gemischten Gefühlen entgegen, nicht zuletzt weil ihre eigene Mutter Distanz zu ihr hält.

Starkes Drama von Spaniens wichtigstem Filmemacher der Gegenwart Pedro Almodóvar, der sich hier mehr als sonst mit der politischen Vergangenheit seines Landes beschäftigt. Er erzählt mit stilistischen Klarheit und Eleganz und in überraschenden Wendungen natürlich auch vom Privaten seiner zwei Protagonistinnen, die von der in seinen Filmen bewährten Penelope Cruz und der Entdeckung Milena Smit toll gespielt werden, und gibt am Ende eine bittere Geschichtslektion.